Bitte lächeln, alte Stadt

Den Wettbewerbsaufruf zu einem Fotowettbewerb des Bundesbauministeriums habe ich vor kurzem irgendwo in den unergründlichen Tiefen des WWW gefunden. Zunächst las sich alles recht gut und interessant, erste Bildideen schossen mir durch den Kopf.

Ein Blick in die Teilnahmebedingungen machte mir dann schlagartig klar, dass ich definitiv kein Bild einreichen werde.
Ziemlich weit unten ist dort nämlich notiert:
„Jeder Teilnehmer räumt dem Veranstalter die räumlich, zeitlich und inhaltlich unbeschränkten, nicht ausschließlichen Nutzungsrechte einschließlich dem Recht zur Bearbeitung an den eingesandten Bildern ein. Dies umfasst auch die Verwendung der Bilder für Print- und Onlinepublikationen im Zusammenhang mit anderen Bund-Länder-Programmen. Eine über den Wettbewerb hinaus gehende Vergütung erfolgt nicht.“

Auf gut deutsch: das Bundebauministerium, das Bundesinstitut für Raumordnung …, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Firma complan Kommunlaberatung können mit den Bildern machen, was sie wollen, ohne dass der Fotograf dafür irgendein Honorar bekommt.

Nein! Das mache ich nicht mit. Einer Nutzung im Rahmen des Wettbewerbs hätte ich selbstverständlich zugestimmt.

Wenn ich Fotos verschenken möchte, finde ich andere geeignete Wege dafür.

Urheberschutz ist heutzutage leider ein Thema geworden, das allzu häufig vernachlässigt wird. Dass sich staatliche Stellen an der Ausbeutung von Urhebern aktiv beteiligen, ist schlichtweg eine Unverfrorenheit.


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