Bombenfund in Remscheid

Auf dem Evang. Stadtfriedhof in Remscheid wurde heute bei Ausschachtungsarbeiten eine Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Bombe wird noch am heutigen Abend durch den Kampfmittelräumdienst entschärft. Die Entschärfung wird zwischen einer halben bis zu drei Stunden in Anspruch nehmen, für diesen Zeitraum wird die Remscheider Innenstadt im Umkreis von 250 Meter um die Fundstelle evakuiert.

Das Evakuierungsgebiet wird begrenzt durch folgende Straßen:

Kirchhofstraße
Nordstraße von der Einmündung Kirchhofstraße bis zur Einmündung Ludwigstraße
Ludwigstraße
Elberfelder Straße von der Einmündung Ludwigstraße bis zur Einmündung Konrad-Adenauer-Straße
Friedrich-Ebert-Platz
Elberfelder Straße von der Einmündung Konrad-Adenauer-Straße bis zur Einmündung Alte Bismarckstraße
Ambrosius-Vaßbender-Platz
Alte Bismarckstraße bis zur Einmündung Kirchhofstraße

Während der Entschärfung werden die Bürgerinnen und Bürger innerhalb des beschriebenen Gebietes dazu aufgefordert, die Gebäude zu verlassen und sich außerhalb des gefährdeten Bereiches aufzuhalten.

Für Rückfragen steht das Bürgertelefon der Feuerwehr 16-3591 zur Verfügung. Wer seine Wohnung nicht selbständig verlassen kann, erhält Unterstützung von der Feuerwehr und den weiteren Hilfskräften.

Als Aufenthaltsort bietet die Stadt Remscheid die Räumlichkeiten der Sophie-Scholl-Gesamtschule an der Hohenhagener Straße an. Ein Busshuttle von der Innenstadt zur Schule wird eingerichtet.

Darüber hinaus sind die Bewohner in einem Umkreis zwischen 250 und 500 Meter um die Fundstelle dazu aufgefordert, sich in geschlossenen Räumen – aber nicht in Fensternähe – aufzuhalten.

Die Stadt Remscheid hat die Medien informiert. Die Bewohner des betreffenden Gebietes werden durch Lautsprecheransagen informiert, sobald die Räumung beginnt und beendet ist.

Quelle: Stadt Remscheid

Nachtrag 19.05.2010
Die Entschärfung der Bombe gelang dem Kampfmittelräumdienst am Abend gegen 21:15 Uhr. Nachdem der Zünder durch eine gezielte Sprengung unschädlich gemacht und die Bombe zum Abtransport verladen wurde, konnten die Sperrungen aufgehoben werden. Auch konnten die evakuierten Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.
Befremdlich mutet der Bericht bei Waterbölles an, nachdem es den Sicherheitskräften nicht gelungen ist, alle Bewohner im engen Umkreis zum Verlassen der Wohnung zu bewegen. Hieraus ergeben sich Fragen. Entweder wäre die Evakuierung nicht im durchgeführten Ausmaß erforderlich gewesen oder man hätte die Räumungsanweisung energischer, auch unter Einsatz von Gewalt, durchsetzen müssen.

Nachtrag 02.06.2010
Wie gefährlich die Weltkriegsbomben auch mehr als 65 Jahre nach Kriegsende sind, hat sich gestern auf tragische Weise gezeigt. Bei dem Versuch, eine in Göttingen gefundene Bombe mit Säurezünder zu entschärfen, ist die Bombe explodiert. Drei Menschen kamen dabei ums Leben.


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