Mangelnder Kundenservice – einfach Pech!

Foto @BeStru via twitpic

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Heute früh ereignete sich ein Personenunfall auf der Strecke Wuppertal-Oberbarmen – Wuppertal Hbf. Daraufhin endete die RB47 von Remscheid Richtung Wuppertal Hbf bereits in W-Ronsdorf. Alle Fahrgäste wurden gebeten auszusteigen, damit der Zug nach Remscheid zurück fahren konnte. An der Haltestelle Ronsdorf Bf. stand der Bus der Linie 620 abfahrbereit. Wegen der Sperrung der Müngstener Brücke dürfen Pendler von Remscheid nach Düsseldorf den Umweg über Wuppertal ohne Aufpreis mit der Bahn nutzen. Der Busfahrer verlangte von ihnen, einen Fahrschein zu lösen. Hier hätte kurzfristig eine Freigabe über Funk eingeholt werden können. Wegen des starken Fahrgastandrangs aus dem voll besetzten Zug hatte der Bus anschließen ca. 3 Minuten Verspätung. Der Fahrer wusste, dass er nun viele Fahrgäste im Wagen hatte, die nach Oberbarmen oder Barmen wollten. Dennoch hat er – wie er mir auf Anfrage bestätigte – seine Verspätung nicht über Funk bekannt gegeben. Das Ergebnis war, dass der CE61 an der Haltestelle Lichtscheid abfuhr, gerade als die 620 ankam. So ergaben sich für viele gestrandete Zugfahrgäste zusätzlich Wartezeiten, bis um 07:01 die Linien 640 und 646 ab Lichtscheid fuhren. Das Verhalten des Fahrers war äußerst unsensibel und in keiner Weise fahrgastfreundlich.

Eine Beschwerde ist selbstverständlich erfolgt.

Nachdem wie angekündigt eine Beschwerde an die WSW mobil GmbH erfolgt war, folgte noch am Freitag ein Rückruf des Beschwerdemanagements. Dabei erklärte der Mitarbeiter zum Einen, dass es keine Konstellation gäbe, in denen eine VRR-Zeitkarte von Remscheid nach Düsseldorf das Tarifgebiet Wuppertal-Ost (TG 66) nicht einschließt. Insofern würde der Hinweis der DB keinen Sinn machen und es enstünde auch nicht die Notwendigkeit, einen anderen Fahrschein zu kaufen. Zum Anderen wurde erläutert, dass der verpasste Anschluss am Lichtscheid sicherlich ärgerlich, aber unter Berücksichtigung weiterer Anschlüsse des CE61 auch kaum vermeidbar sei. Die Wartezeit bei geringen Verspätungen beträgt drei Minuten. Es war demnach eher eine Verkettung unglücklicher Umstände, die zum Anschlussverlust führte als ein Fehlverhalten des Busfahrers.


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