Erinnerungen an die Remscheider Straßenbahn

Seit dem 10. April 1969 ist die Straßenbahn in Remscheid Geschichte. An diesem Tag stellte die letzte Linie von Ehringhausen nach Hasten den Betrieb ein. Auch nach mehr als 42 Jahren sind Relikte der Remscheider Straßenbahn  jedoch noch immer sichtbar.  So sind auf der Burger Straße in einem Abschnitt von mehreren hundert Metern zwischen dem Sana-Klinikum und der Endhaltestelle Ehringhausen noch die Schienen in der Straße. Am rechten Fahrbahnrand bilden sie die Kante zum daneben liegenden Entwässerungsgraben. An einigen Stellen ist der Asphaltbelag soweit aufgebrochen, dass die Schienen gut sichtbar sind.Auch an einigen Häusern entlang der früheren Strecken sind noch die Rosetten zu finden, an denen die Oberleitung befestigt war. Im Rahmen der fortschreitenden Wärmedämmung von Häusern werden sie mehr und mehr aus dem Stadtbild verschwinden.

Wer ein größeres Stück Remscheider Straßenbahn sehen möchte, sollte sich auf den Weg zu den Bergischen Museumsbahnen machen. Im Straßenbahnmuseum in Wuppertal-Kohlfurth sind zwei Wagen erhalten.  Der zweiachsige Wagen 49 wurde 1921 gebaut und bis 1960 im Remscheider Liniendienst. Nach Jahren im Arbeitsdienst kam er an den letzten Betriebstagen der Remscheider Straßenbahn als Museumswagen zum Einsatz.

Wesentlich jünger, nämlich aus dem Jahr 1960, ist der Gelenktriebwagen 106. Nach der Stilllegung in Remscheid war die Bahn noch bis 1992 in Darmstadt mit der Wagennummer 66 im Einsatz. Das Straßenbahnmuseum ist jeden Samstag und von Mai bis Oktober auch jeden Sonntag von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen. An jedem 2. und 4. Sonntag von Mai bis Oktober ist Fahrtag im Museum. Dann kann man mit den betriebsfähigen Schienen-Oldtimern einen Ausflug in das romantische Kaltenbachtal machen.

Bergische Museumsbahnen e.V. im Internet


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