14.03.15: Wuppertal im Würgegriff der Extreme

Pegida-Kindgebung in WuppertalFür den heutigen Samstag (14.03.2015) wurden in Wuppertal-Elberfeld mehre Versammlungen angemeldet.

An einer „salafistischen Kundgebung“ auf dem Willy-Brandt-Platz in Wuppertal Elberfeld nahmen zwischen 16:40 Uhr und 18:00 Uhr ca. 200 Personen teil.

Pegida-Kindgebung in WuppertalCa. 800 Teilnehmer folgten dem Aufruf von Pegida NRW und versammelten sich ab 15:00 Uhr auf der Bundesallee. Da es innerhalb dieser Versammlung, unter die sich auch bekannte Personen der Hogesa-Szene mischten, zu Gewalttätigkeiten kam, untersagte die Polizei den anschließend geplanten Aufzug. Am Rande der Pegida NRW-Versammlung musste die Polizei bei vereinzelten Vorfällen Pfefferspray einsetzen. Der Anmelder erklärte gegen 15:45 Uhr die Versammlung für beendet.

Dem „Wuppertaler Bündnis gegen Nazis“ gelang es unter dem Motto „Gegen Salafisten und Nazis in Wuppertal – für eine weltoffene tolerante Stadt“, ca. 2.000 Personen insbesondere im Bereich Kirchplatz und Kleine Klotzbahn zu mobilisieren.

Ingewahrsmanahme eines linken GegendemonstrantenInsgesamt mussten 8 Personen vorübergehend in polizeiliches Gewahrsam genommen werden. In 21 Fällen wurden Straf- bzw. Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen gefertigt, überwiegend nach Vorschriften des Versammlungsgesetzes.

Das extra für den Einsatz eingerichtete Bürgertelefon konnte bei insgesamt 435 Anrufen Hilfestellungen bieten.

Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf dieses durchaus schwierigen Tages. Menschen, die sich friedlich versammeln wollten, konnten ihre Meinung frei äußern. Die Wuppertaler Bevölkerung hat für alle Belastungen großes Verständnis gezeigt. Es gab keine Verletzten. Ich danke allen Polizistinnen und Polizisten und bin froh, dass ich sie gesund nach Hause entlassen konnte. Es war ein guter Tag für unsere Demokratie, die wehrhaft ist und gleichwohl nicht wehrlos.“

Quelle: Pressemeldung der Polizei Wuppertal

Gähnende Leere in der FußgängerzoneDie zuvor von Polizeipräsidentin Radermacher geäußerte Hoffnung, auch normale Menschen beim Einkaufen in der Innenstadt treffen zu können, blieb weitgehend unerfüllt. Nur wenige Passanten machten sich auf den Weg ins Stadtzentrum, der Einzelhandel musste durch ausbleibende Umsätze die Zeche zahlen.

Und doch konnte Wuppertal auch heute wieder mit seinem Wahrzeichen trumpfen. Während der Busverkehr in Elberfeld durch die Sperrungen in der Innenstadt erheblich beeinträchtigt wurde und die Bahn ihre Strecken westlich des Hauptbahnhofs wegen Arbeiten für das Elektronische Stellwerk gesperrt hatte, fuhr die Schwebebahn mit verstärktem Takt.

Polizisten sichern den Schwebebahnhof KluseNach dem Ende der Pegida-Kundgebung wurde die Schwebebahn auch eingesetzt, um Teilnehmer nach Vohwinkel zu bringen, von wo sie mit dem Zug bzw. dem Schienenersatzverkehr weiter fahren konnten.

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