Remscheid: Warnung vor gefälschten Briefen

IMG_8964_x_1000Px(c)MichaelSchadWie bereits in anderen Städten sind jetzt auch in Remscheid die ersten täuschend echt aussehenden gefälschten Behördenschreiben zur angeblich geplanten Enteignung von Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen aufgetaucht.

In dem Schreiben mit gefälschtem Briefkopf der Stadt Remscheid werden Wohnungseigentümer darüber informiert, dass die Stadtverwaltung das Recht habe, zur Unterbringung von Flüchtlingen privaten Wohnraum zwangsweise zu belegen. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: “ Die Stadt ist berechtigt, Wohnraum für bedürftige und verfolgte Menschen zu requirieren.“

Die Stadt Remscheid weist darauf hin, dass diese Briefe nicht von der Verwaltung verfasst und versandt worden sind. Weder das im Briefkopf genannte „Amt für Ausländer-Asylwesen“, der angegebene Mitarbeiter noch die Telefonnummer existieren bei der Stadtverwaltung.

Auch inhaltlich ist an den Aussagen nichts dran. Die Verwaltung kann zur Unterbringung von Flüchtlingen auf  Leerstand zurückgreifen. Es sind daher keine Beschlagnahmen geplant.

Mit dem gefälschten Schreiben soll offensichtlich versucht werden, Fremdenhass zu schüren und gezielt Angst vor Enteignungen heraufzubeschwören.

Die Stadt Remscheid hat in der Angelegenheit Strafanzeige erstattet.

Sollten Sie ebenfalls einen solchen Brief erhalten haben, melden Sie sich bitte beim Rechtsamt der Stadt Remscheid, Martin-Luther-Str. 28, 42853 Remscheid. Ansprechpartner ist Herr Dietmar Klee, Telefon (0 21 91) 16 – 33 16 oder per Mail: dietmar.klee@remscheid.de

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Remscheid / Archivbild: Michael Schad – wupperbild.com


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