12.01.17: Wetterdienst warnt vor Schnee und Sturm

_MG_4509_800PxDer Deutsche Wetterdienst warnt am Donnerstag, 12. Januar 2017 vor einem heranziehenden Tiefdruckgebiet mit viel Schnee und Wind im Gepäck. Dabei soll in der Nacht zum Freitag, 13. Januar 2017 von Südwesten her kräftiger Niederschlag aufkommen. Es soll zunächst Regen fallen, der dann in Schnee übergeht. Die Neuschneemengen werden zwischen 10 und 20 cm innerhalb von zwölf Stunden erwartet, wobei der größte Teil innerhalb von sechs Stunden soll. Gleichzeit ist mit dem Auftreten von Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 85 km/h (24m/s, 47kn, Bft 9) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung zu rechnen. Die Warnmeldungen werden ständig aktualisiert: http://www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_gemeinden/warnkarten/warnWetter_nrw_node.html?bundesland=nrw

Es ist daher am Freitag mit erheblichen Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr zu rechnen.

Die Wuppertaler Stadtwerke haben in ihrem Liniennetz umfangreiche Vrobereitungen getroffen. So sind viele Haltestellen mit einem Aushang mit Schennsymbol versehen worden, der auf eventuelle Ausfälle und alternative Fahrmöglichkeiten hinweist. Zusätzlich soll im Internet über aktuelle Änderungen im Liniennetz informiert werden: http://www.wsw-online.de/wsw-mobil/fahrt-planen/verkehrsinformationen/

Die Stadtwerke Remscheid informieren ebenfalls im Internet über aktuelle Änderungen im Linienverkehr der Busse: http://www.stadtwerke-remscheid.de/aktuelles/witterungsbedingte-verkehrsstoerungen-2017/

Als Reaktion auf die erwarteten Schneefälle hat die Deutsche Bahn angekündigt, ihre ICE-Flotte am Freitag nur mit maximal 200 km/h fahren zu lassen.Damit sollen Zugausfälle und Verspätungen durch Flug von Eisklumpen und Schotter vermieden werden. Für die Fahrgäste auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken im Fernverkehr ergeben sich dadurch Fahrzeitverlängerungen von 10 bis 20 Minuten.
Die Reduzierung der Geschwindigkeit betrifft folgende Strecken: Hamburg–Berlin, Hannover–Berlin, Hannover–Würzburg, Mannheim–Stuttgart, Köln–Frankfurt/Main, Nürnberg–Ingolstadt–München, Erfurt–Halle (Saale)/Leipzig.

Erfahrungen der letzten Jahre haben nach Ansgebn der DB gezeigt, dass durch Geschwindigkeitsreduzierungen ein deutlich stabilerer Zugverkehr sichergestellt werden könne. Die Fahrzeitverlängerungen sollen im Laufe des heutigen Nachmittags in die Auskunftssysteme der Deutschen Bahn eingepflegt werden. Die Bahn bittei die Reisenden, sich vor ihrer Fahrt über bahn.de/liveauskunft, den DB Navigator, m.bahn.de oder die zentrale Service-Nummer 0 180 6 99 66 33 (20ct./Anruf aus dem dt. Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60ct/Anruf) über ihre Verbindung zu informieren.
Der sogenannte Schotterflug entsteht, wenn während der Fahrt Eisklumpen vom Zug auf das Gleisbett herabfallen. Dabei werden insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten Schottersteine aufgewirbelt, die an den Unterböden der Fahrzeuge Schäden verursachen und zu Zugausfällen führen können. Die wirksamste  Maßnahme gegen Schotterflug sei eine vorsorgliche Reduzierung der Geschwindigkeit auf 200 km/h. Im Normalfall fahren die ICE-Züge mit Höchstgeschwindigkeiten von 230 bis 300 km/h. Die Geschwindigkeitsbegrenzung wird flächendeckend eingeführt, da die Eisklumpen in der Regel auf wärmeren Streckenabschnitten abfallen, nachdem der Zug vorher auf einer Strecke mit geschlossener Schneedecke entsprechende Anhaftungen aus Schnee und Eis „aufgesammelt“ hat.
Weitere Informationen rund um die Wintervorbereitungen der DB gibt es unter deutschebahn.com/winter.

Quellen: DWD, DB, Archivbild

 


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